Fachinformationen

Benigne Prostatahyperplasie (BPH):

Patienten rechtzeitig und sicher überweisen

Symbol für Prostatakrebs

Benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist in alternden männlichen Bevölkerungen häufig; die Prävalenz nimmt mit dem Alter zu.1

Die zeitnahe Erkennung geeigneter Patienten und die passende Überweisung sind zentrale Bestandteile der Versorgung.

Behandlungsoptionen

Führen Sie Ihre Patienten zur richtigen Versorgung zum richtigen Zeitpunkt.

Die Behandlung, die Sie für Ihre Patienten wählen, hängt unter anderem davon ab, wie stark die Symptome ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Medikamente spielen im frühen BPH-Management eine wichtige Rolle, sind jedoch nicht für alle Patienten geeignet oder ausreichend.

 

Patientenfaktoren

  • Langzeitwirkung
  • Sexualfunktion
  • Ort der Versorgung
  • Komplikationen

Klinische Aspekte

  • Prostatagröße
  • Mittellappen
  • Sexualfunktion

Nicht-klinische Aspekte

  • Kosteneffektivität
  • Ort der Versorgung
  • Zeit
  •  Patientenzufriedenheit

Alternativen zu Medikamenten


Evidenzbasierte Optionen für Patienten, die mehr als eine medikamentöse Therapie benötigen.

Für Patienten, die langfristige Medikamente vermeiden möchten — oder keine ausreichende Linderung erfahren — kommen mehrere minimalinvasive Optionen in Betracht. Diese bieten je nach Verfahren typischerweise eine dauerhafte Symptomverbesserung, kürzere Genesung und den Erhalt der Sexualfunktion.

Minimalinvasive Behandlungsoptionen

Es gibt verschiedene Arten minimalinvasiver Behandlungen für eine vergrößerte Prostata.

Die Rezūm Wasserdampftherapie ist eine minimalinvasive transurethrale thermische Therapie zur Linderung von Symptomen und Obstruktionen sowie zur Reduktion von Prostatagewebe im Zusammenhang mit BPH; indiziert für Männer mit einem Prostatavolumen ≥ 30 cm³, einschließlich zentraler Zone/Mittellappen.

Laserbehandlungen sind ein weiteres Beispiel für minimalinvasive Verfahren, bei denen obstruktives Gewebe entfernt oder vaporisiert wird.

Was sagen die Daten?



Erfahren Sie, wie die Rezūm Wasserdampftherapie vergrößertes Prostatagewebe sicher uns wirksam reduzieren.

Die Rezūm Therapie hat Folgendes gezeigt: 5,6,7

  • Signifikante Verbesserung der IPSS-Werte
  • Anhaltende Symptomlinderung in der Langzeitnachbeobachtung
  • Niedrige Wiederbehandlungsraten
  • Erhalt der erektilen und ejakulatorischen Funktion in klinischen Studien
  • Wirksamkeit bei Patienten mit vergrößertem Mittellappen

Neue randomisierte klinische Evidenz3

Die randomisierte kontrollierte VAPEUR-Studie (RCT) verglich die Rezūm Wasserdampftherapie mit einer medikamentösen Kombinationstherapie bei sexuell aktiven Männern mit symptomatischer BPH nach Versagen von Alpha-Blockern.

In der VAPEUR-RCT zeigte Rezūm nach 1 Jahr eine signifikant stärkere Verbesserung der Symptome der unteren Harnwege (IPSS) im Vergleich zur medikamentösen Kombinationstherapie (Alpha-Blocker + 5-ARI) und unterstützt damit seine Wirksamkeit als nächste Behandlungsoption nach Versagen von Alpha-Blockern.

Die Rezūm Wasserdampftherapie bietet eine klinisch bedeutsame symptomatische Linderung, die bei Patienten, die nicht auf Alpha-Blocker ansprechen, der standardmäßigen Kombinationstherapie mit Medikamenten überlegen ist.


BPH-Versorgungspfad: Wann behandeln, wann überweisen und was zu erwarten

Der nachfolgende Behandlungspfad basiert auf den Empfehlungen der DGU-Leitlinien und soll sichere, evidenzbasierte Überweisungen unterstützen, ohne klinisches Urteil oder lokale Praxis zu ersetzen.

  • Relevante Anamnese einschließlich Komorbiditäten
  • PSA-Testung, sofern angemessen
  • Beurteilung der Prostatagröße (falls verfügbar)
  • Fragebögen zur Selbsteinschätzung der LUTS-Symptomschwere
  • Auswirkungen auf die tägliche Lebensqualität

Leichte Symptome

  • Abwartendes Beobachten
  • Anpassungen des Lebensstils, z. B. Flüssigkeits- und Ernährungsumstellung
  • Beckenboden- und Blasentraining

Mäβige Symptome

  • Alpha-Blocker
  • 5-Alpha-Reduktasehemmer
  • Kombinationstherapie, sofern geeignet
  • Wasserdampftherapie

Medikamente bleiben ein zentraler Bestandteil des frühen BPH-Managements. Sie bieten jedoch nicht bei allen Patienten eine ausreichende Linderung, und Nebenwirkungen können die Therapietreue beeinträchtigen.

Patienten regelmäßig neu beurteilen und eine Überweisung zur Urologie erwägen, wenn:

  • Die Symptome weiterhin mäßig bis schwer sind (anhaltend erhöhter IPSS)
  • Nebenwirkungen die Therapietreue verringern
  • Patienten eine langfristige Pharmakotherapie vermeiden möchten
  • Komplikationen vorliegen (z. B. wiederkehrender Harnverhalt)

Dies ist häufig der optimale Zeitpunkt, um eine Überweisung an einen Urologen zu besprechen.

Patienten überweisen, wenn:

  • Symptome trotz medikamentöser Therapie fortbestehen
  • Medikamentenunverträglichkeit die Behandlung einschränkt
  • Der Patient eine dauerhafte Symptomlinderung anstrebt
  • Prostatavolumen ≥ 30 cm³ und eine minimalinvasive Therapie geeignet sein könnte
  • Der Patient Alternativen zu einer fortlaufenden Medikation bevorzugt

Die Überweisung ermöglicht eine fachärztliche Beurteilung und die Auswahl einer geeigneten Behandlung. Eine frühzeitige Überweisung unterstützt die gemeinsame Entscheidungsfindung und erweitert die Behandlungsoptionen des Patienten.



Häufig gestellte Fragen

Die Rezūm Therapie kann für Männer mit symptomatischer BPH in Betracht gezogen werden, die eine wirksame, minimalinvasive Behandlungsoption suchen — insbesondere für diejenigen, die ihre sexuelle Funktion erhalten möchten.¹

Sie kann für Patienten geeignet sein, die:

  • eine langfristige Pharmakotherapie vermeiden möchten
  • die Medikation aufgrund unzureichender Linderung oder Nebenwirkungen absetzen möchten
  • als gebrechlich gelten oder keine idealen Kandidaten für einen chirurgischen Eingriff sind2

Die Rezūm Therapie ist für Männer mit einem Prostatavolumen zwischen 30 und 150 cm³ indiziert.

Klinische Studien haben gezeigt, dass die Rezūm Therapie eine Symptomlinderung bietet, ohne die sexuelle Funktion klinisch signifikant zu beeinträchtigen.6

Je nach Praxis des Zentrums kann der Eingriff unter Lokalanästhesie mit Sedierung oder unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Wie jeder interventionelle Eingriff ist auch die Rezūm Therapie mit potenziellen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Zu den häufig berichteten Ereignissen gehören vorübergehende Harnwegssymptome wie Dysurie, Harndrang, erhöhte Miktionsfrequenz, Hämaturie oder Harnverhalt. Die meisten unerwünschten Ereignisse sind leicht bis mäßig ausgeprägt und klingen mit der Zeit ab. Patienten sollten im Rahmen der gemeinsamen Entscheidungsfindung über mögliche Risiken und Vorteile aufgeklärt werden.


References:

1. https://www.nhsinform.scot/illnesses-and-conditions/kidneys-bladder-and-prostate/benign-prostate-enlargement/

2. European Association of Urology. (2022). Information for Patients: Benign Prostatic Enlargement. Retrieved from Uroweb.org: I https://patients.uroweb.org/wp-content/uploads/2022/11/PI_Benign-Prostatic-Enlargement-QR-

3. Mathieu R, Xylinas E, Fournier M, et al. Water Vapor Thermal Therapy with Rezüm vs combination therapy for male LUTS/BPO: 1-year results from a prospective, multicenter randomized controlled trial (VAPEUR-RCT). Presented at: 41st Annual European Association of Urology (EAU) Congress; 2026; London, UK. Abstract LB26-0074.

4. Data on file with Boston Scientific.

5. McVary KT, Gittelman MC, Goldberg KA, et al. Final 5-year outcomes of the multicenter randomized sham-controlled trial of Rezûm water vapor thermal therapy for treatment of moderate-to-severe lower urinary tract symptoms secondary to benign prostatic hyperplasia. J Urol. 2021 Sep;206(3):715-24.

6. McVary KT, El-Arabi A, Roehrborn C. Preservation of Sexual Function 5 Years After Water Vapor Thermal Therapy for Benign Prostatic Hyperplasia. Sex Med. 2021 Oct 30;9(6):100454.

7. Gupta N, Rogers T, Holland B et al. Three-year treatment outcomes of water vapour thermal therapy compared to doxazosin, finasteride and combination drug therapy in men with benign prostatic hyperplasia: Cohort data from the MTOPS trail. J Urol. 2018; 200: 405-13.

8. McVary, K. T., Gange, S. N., Gittelman, M. C., Goldberg, K. A., Patel, K., Shore, N. D.,... Roehrborn, C. G. (2016). Minimally Invasive Prostate Convective Water Vapor Energy Ablation: A Multicenter, Randomized, Controlled Study for the Treatment of Lower Urinary Tract Symptoms Secondary to Benign Prostatic Hyperplasia. Journal of Urology, 195(5), 1529-1538. doi:doi: 10.1016/j.juro.2015.10.181

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The Rezüm System is intended to relieve symptoms, obstructions, and reduce prostate tissue associated with BPH. It is indicated for men with a prostate volume ≥ 30 cm³. The Rezüm System is also indicated for treatment of prostate with hyperplasia of the central zone and/or a median lobe.

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