Medikamente

Alpha-Blocker

Es wurde gezeigt, dass diese Medikamentenklasse hilft, die Muskeln von Blase und Prostata zu entspannen und einen freieren Urinfluss zu ermöglichen. Bei den meisten Männern kommt es innerhalb weniger Tage zu einer Besserung. Aber manche leiden auch unter Nebenwirkungen wie Benommenheit oder einer Verringerung des Samenergusses.1  Zu den geläufigen Alpha-Blockern gehören die folgenden Generika und Markenpräparate:

  • Alfuzosin (Uroxatral™)
  • Doxazosin (Cardura™)
  • Silodosin (Rapaflo™)
  • Tamsulosin (Flomax™)
  • Terazosin (Hytrin™)

5-Alpha-Reduktasehemmer

Diese Präparate zielen darauf ab, das Wachstum der Prostata zu stoppen oder ihre Größe sogar zu verringern, indem die Produktion des Hormons DHT reduziert wird. Allerdings können sie den Sexualtrieb schwächen und eine erektile Dysfunktion verursachen. Es kann drei bis sechs Monate dauern bis die Symptome sich bessern.2 Zu den geläufigen Medikamenten gehören u. a.:

  • Finasterid (Proscar™)
  • Dutasterid (Avodart™) 

Tadalafil (Cialis™)

Ist als wirksame Behandlung bei erektiler Dysfunktion bekannt und wird auch zur Behandlung von BPH-Symptomen angewendet.

Chirurgische Behandlung

Prostata-Lifting (PUL)

Bei diesem Verfahren werden dauerhafte Implantate verwendet, um das vergrößerte Prostatagewebe zu verdrängen, so dass es die Harnröhre nicht mehr blockiert.

Transurethrale Resektion der Prostata (TURP)

Bei diesem Verfahren wird eine erwärmte Drahtschlinge verwendet, um Prostatagewebe  herauszuschneiden. Diese Technik wird seit vielen Jahren zur Behandlung von BPH verwendet. 

Transurethrale Inzision der Prostata (TUIP)

Hierbei werden ein oder zwei kleine Einschnitte in die Prostata vorgenommen, so dass der Urin einfacher durch die Harnröhre abfließen kann.

Transurethrale Mikrowellentherapie (TUMT)

Die Energie der Mikrowellen aus der Elektrode zerstört den inneren Anteil des vergrößerten Prostatagewebes, schrumpft es und erleichtert den Urinfluss.

Transurethrale Nadelablation (TUNA)

Ein Endoskop wird in die Harnröhre eingeführt und ermöglicht die Platzierung von Nadeln im Prostatagewebe. Über die Nadeln werden Radiofrequenzwellen verabreicht, die das überschüssige Prostatagewebe, das den Urinfluss blockiert, erwärmen und zerstören.

Offene Prostatektomie

Bei diesem Verfahren wird der innere Teil der Prostata über Einschnitte in die Bauchdecke entfernt.

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