Bei benigner Prostatahyperplasie (BPH) ist die Entwicklung von Symptomen des unteren Harntraktes (LUTS) charakteristisch. Dazu gehören Probleme beim Wasserlassen und bei der Retention des Urins. BPH tritt vermehrt bei Männern über 50 Jahren auf. In der Vergangenheit galt die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) als chirurgische Standardtherapie. Wegen zunehmender nachteiliger Effekte werden alternative Behandlungsmethoden jedoch immer beliebter, darunter auch die Wasserdampf- und Lasertherapie. 

Wasserdampftherapie

  • Mittelschwere bis schwerwiegende LUTS erfuhren innerhalb von ≤ 3 Monaten nach einer Wärmetherapie eine nachhaltige Besserung, die über einen Zeitraum von 4 Jahren bestehen blieb.1
  • Das Rezūm™-System gilt als minimal-invasive Alternative für Männer mit mittelschwerer bis schwerer BPH, die sich nicht auf die medikamentöse Behandlung ihrer Symptome verlassen wollen. 2
  • Die fortgeschrittene Technologie kann Urologen dabei helfen, erhebliche klinische Verbesserungen und ein wirkungsvolles, nachhaltiges Ansprechen beim Patienten zu erzielen.3
  • Die effektive Linderung der Symptome und die erhöhte Lebensqualität durch die Anwendung von Rezūm blieben über einen Zeitraum von vier Jahren bestehen. 4
  • Rezūm ermöglicht den Anwendern eine kurze Lernkurve, und eine frühzeitige Intervention kann für die Patienten eine geeignetere Option darstellen, als pharmazeutische Wirkstoffe oder ein invasiver chirurgischer Eingriff.5
  • Die Wärmetherapie verbessert den Symptom-Score über einen Zeitraum von 36 Monaten um etwa 50 % (p < 0,0001).6
  • Eine einzige Anwendung der Wasserdampf-Wärmetherapie führte zu einer effektiven und nachhaltigen Verbesserung beim Symptom-Score, mit im Vergleich zu einer langfristigen medikamentösen Therapie niedrigeren Progressionsraten.7
  • Die konvektive Wasserdampf-Wärmetherapie (auch als konvektive Wasserdampfablation bekannt) führt für 12 Monate zu nachhaltigen Verbesserungen der Symptome des unteren Harntraktes und des Harnflusses und erhält die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit.8
  • Die Identifikation von LUTS/BPH-Behandlungen, die kosteneffektiv sind und eine deutliche Linderung der Symptome bieten, ist von zentraler Bedeutung, da sich die Kostenerstattung für die Patientenversorgung von volumenbasierten Dienstleistungen hin zu wertebasierten Dienstleistungen bewegt.9, 10

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Lasertherapie

  • Die Lasertherapie führt im Vergleich zur TURP zu nachweislich kürzeren Katheterisierungszeiten und Krankenhausaufenthalten 1
  • Die photoselektive Vaporisation der Prostata (PVP) mit Hilfe des „GreenLight XPS™“-180W-Lasersystems gilt als sicheres und nachhaltiges Verfahren für BPH-Patienten, die eine chirurgische Behandlung benötigen. Die Wirksamkeit wurde über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren dokumentiert.2
  • Das GreenLight-XPS-Lasersystem verfügt im Vergleich zu früheren Geräten über verbesserte technische Daten mit einer maximalen Leistung von 180 W und der verbesserten Strahlgeometrie der MoXy™-Faser.3
  • Die PVP reduzierte den Wert des prostataspezifischen Antigens (PSA) erheblich (eine Reduktion um 56 %) von 4,5 ng/ml vor der Operation auf 2,6 ng/ml nach 57 Monaten 4
  • Die langfristige Patientenzufriedenheit mit einer PVP ist hoch: 80 % (74/84) der Patienten waren nach 57 Monaten mindestens „sehr zufrieden“5
  • Sowohl PVP als auch GreenLEP gelten als sicher und effektiv bei der chirurgischen Behandlung von benignen prostatischen Obstruktionen bei Patienten mit großem Prostatavolumen (> 80 mL) und führen zu zufriedenstellenden kurzfristigen (6-monatigen) funktionalen Ergebnissen.6

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EAU-, AUA- und NICE-Leitlinien

Die europäische Gesellschaft für Urologie (engl. European Association of Urology; EAU) und der Berufsverband der Urologen in den Vereinigten Staaten (engl. American Urological Association; AUA) veröffentlichen regelmäßig Empfehlungen zu effektiven, evidenzbasierten chirurgischen Behandlungen von Symptomen des unteren Harntraktes in Verbindung mit benigner Prostatahyperplasie (LUTS/BPH) bei Männern. Diese Empfehlungen liefern Ihnen allgemeine Vorschläge von als anerkannt und sicher geltenden Therapiemethoden.

GreenLightTM, AurigaTM XL und RezūmTM sind in den AUA-Leitlinien enthalten.

GreenLight und Auriga XL wurden von der EAU vollständig anerkannt, und Rezūm wird derzeit untersucht – eine Aktualisierung erfolgt in Kürze.
(Zuletzt aktualisiert am 01.07.2019) 

Zusätzlich bietet das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) – eine unabhängige öffentliche Einrichtung, die Orientierungshilfen und Empfehlungen zur Verbesserung des Gesundheits- und Sozialwesens in England bereitstellt – einen Leitfaden zu Dampftherapie, GreenLight und Auriga XL an.

 

Der BPH-Entscheidungsbaum

In Form einer simplen Liste von Ja-Nein-Fragen wurde der BPH-Entscheidungsbaum entwickelt, um beim Entscheidungsfindungsprozess zu helfen.17 

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